Ganz unten die aktuellen Updates zu Arandas Entwicklung und ihrem Happy End!
Achtung - Spendenstopp!!!
Aranda aus der Perrera in Socuellamos ist in Deutschland angekommen. Eine Galga, gezeichnet durch die Leishmaniose. Offene Wunden, kein Fell und abgemagert bis auf die Knochen. Als sie Anfang Juni in Spanien gefunden wurde, suchte sie gerade Schutz vor einem starken Gewitter. Sie zitterte vor Angst, als unsere Tierschützer sie in die Perrera brachten. Ausgehungert wie sie war, durfte sie anfangs nur ganz kleine Portionen fressen. Fotos: Aranda bei ihrer Ankunft
Aranda wurde tierärztlich untersucht. Leishmaniose die Diagnose - ausgebrochen. Sie bekam Milteforan, das auch anfangs gut anschlug. Aranda nahm zu und die offenen Wunden begannen abzuheilen. Foto: Aranda am 11.07.09 in Spanien
Dann plötzlich verschlechterte sich ihr Zustand. Die Haut riss an einigen Stellen und das Fell begann auszugehen. Sie nahm rapide ab, fraß aber immer noch gut und nahm auch am Geschehen um sie herum teil. Ihr Blut wurde abermals untersucht. Die Organwerte sahen relativ gut aus, einzig die roten Blutkörperchen waren "im Keller". Der Tierarzt empfahl, das Milteforan sofort abzusetzen und ihr Glucantime zu geben.
Wir informierten die Pflegefamilie, in welchem Zustand sich Aranda befand - kaum Fell und weitere 1,6 kg abgenommen. Aranda würde höchstwarscheinlich zum sterben zu ihr kommen... eine grausame Vorstellung, der sich die Pflegefamilie nicht gewachsen fühlte. Fotos: Aranda am 13.08.09

Aber Aranda sollte nicht in Spanien bleiben müssen! Eine Pflegefamilie, die immer ein offenes Ohr für einen Notfall hat sprang ein.
Absolut schockiert waren unsere Fahrer bei Ankunft in Socuellamos als sie die Galga sahen! Was dort in Socuellamos in der Perrera freundlich schwanzwedelnd auf unser Team zu kam, machte alle fassungslos.
Am gleichen Tag noch fuhr unser Team mit Aranda zum Tierarzt. Es musste geklärt werden, ob sie überhaupt reisefähig war. Aranda hatte Glück, weil vorher schon fest stand, daß sie in einem PKW zusammen mit THOR nach Deutschland reisen würde. Thors Pflegestelle wollte ihn gerne selbst abholen und wir baten darum, das Aranda mit fahren durfte.
Der Tierarzt gab aus diesem Grund sein OK.
Die Fahrt verlief alles andere als komplikationslos. Kurz vor Deutschland bekam sie Nasenbluten, das kaum zu stoppen war. Immer wieder schoss ihr Blut aus der Nase. Unsere aber vor allem die Nerven des Fahrers und der Pflegefamilie lagen blank.
Aranda hat es geschafft! Sie ist am 15.08.09 heile angekommen.
In diesem Zustand konnte Aranda unmöglich in ihre Pflegestelle gehen und ist nun vorerst direkt bei einer Tierärztin unter gebracht. Es ist wichtig, sofort handeln zu können, sollte sich ihr Zustand verschlechtern. Dort bleibt sie auch, bis sie über dem Berg ist.
Vielleicht war es unverantwortlich, diesem Hund den Transport zuzumuten.
Jeder aber, der schon mal in Socuellamos war wird nachempfinden können, daß man sich nicht einfach umdrehen und weg gehen kann. Die Perrera ist nicht 24 Std. besetzt. 2 x am Tag kommt Noemi, schaut nach dem Rechten, reinigt die Zwinger, versorgt die Hunde, gibt Medikamente. Es wimmelt dort von Fliegen, die auf den offenen Wunden der Hunde sitzen. Ratten kommen in der Dämmerung aus ihren Löchern, unzählige!
Auch wenn ein Transport für solche Hunde eine Strapaze ist, das Leben in der Perrera ist es allemal und das Tag für Tag für Tag...
Die einzige Frage, die sich uns stellt ist: warum gibt es für solche Hunde in Spanien keine Pflegefamilie??? ...
Für die Unterbringung fallen keine Kosten an, ausschließlich für die Behandlung.
Wir sind bei Aranda auf die Hilfe von Paten und Spendern dringend angewiesen. Helft uns, Aranda zu helfen!
ASPA Friends Germany e.V.
Kreissparkasse Osterholz
Konto Nr. 422 444
BLZ: 291 523 00
IBAN: DE97291523000000422444
BIC: BRLADE21OHZ
Arandas Paten:
60 Euro monatl. von Ralf M.
20 Euro monatl. von Kerstin O.
17.08.2009 - Sie hat die ersten beiden Nächte gut überstanden und ihre neuen Menschen freudig, schwanzwedelnd begrüßt. Die sofort genommenen Organwerte sehen verhältnismäßig gut aus. Nur der hohe Blutverlust ist deutlich zu erkennen. Aranda nimmt aufmerksam am Leben teil und liebt es, gestreichelt zu werden. Leider bekommt Aranda immer wieder schubweise Nasenbluten, ausgelöst durch Aufregung oder Stress. Da reicht es schon, wenn sie sich nur freut, schon fängt es wieder an zu bluten...
Am Nachmittag bekam Aranda Besuch von ihrer Pflegefamilie, die sie am Samstag bei der Abholung zuletzt gesehen hat. Alle waren positiv überrascht, was 2 Tage Intensivpflege schon bewirkt haben! Sie hat sogar schon 1 kg zugenommen!!! und die offenen Wunden sehen schon viel besser aus.
Update 18.08.09 - im Text weiter oben schrieben wir diesen Satz: Wir informierten die Pflegefamilie, in welchem Zustand sich Aranda befand - kaum Fell und weitere 1,6 kg abgenommen. Aranda würde höchstwarscheinlich zum sterben zu ihr kommen... eine grausame Vorstellung, der sich die Pflegefamilie nicht gewachsen fühlte.
Diese Pflegestelle, Frau Birgit B. hätte Aranda niemals in Spanien gelassen! Wir haben ihr gesagt, daß wir eine Ersatzpflegefamilie haben, die eine Rund um die Uhr Betreuung gewährleisten kann, was Birgit nicht voll hätte erfüllen können. Birgit hätte sich große Vorwürfe gemacht, wenn Aranda etwas wärend ihrer Abwesenheit passiert wäre. Es war also sehr vernünftig und absolut in unserem und in Arandas Sinne, sie in eine andere, bereit stehende Pflegefamilie zu geben. Das nun Stimmen laut werden, die Birgit wegen diesem Schritt verurteilen ist absolut unfair. Man, was haben manche Menschen doch für Langeweile, sich über so etwas das Maul zu zerreißen!
Bei Birgit B. ist nun Rosalia, eine Galgomixhündin, schon älter und sehr ängstlich. Danke Birgit, daß Rosalia zu dir kommen durfte!
Update 19.08.09 - Aranda steigt mit großen Schritten die Karriereleiter nach oben... vom Quarantänekeller aufs Sofa in 4 Tagen !!! :-)
Am 1 Tag hatte sie eine Box in der Praxis wo sie rein und raus durfte wie sie es wollte... außer wenn ganz viel Kundschaft in der Praxis war dann musste sie drin bleiben...-wollte sie aber nicht und quittierte es mit lautem Gejohle...
ok... dann eben in den Quarantäneraum im Keller (wegen dam Nasenbluten durfte sie ja noch nicht zu anderen Hunden...)
Madam wollte aber auch nicht alleine sein und trommelte mit lautem Gejohle sämtliche Hausbewohner zusammen... mit so viel Aufmerksamkeit versehen war sie dann ja auch wieder glücklich ;-)
Dann durfte sie mit in die Wohnung aber weil die Katzen nicht so einverstanden waren musste sie erstmal in die Box... egal Hauptsache bei den Menschen sein :-)
Letzte Nacht um halb 4 ging die "Sirene" wieder an ... Madam musste Pipi und teilte dieses allen Hausbewohnern mit lautem Gejohle mit ;-) (sie scheint ja Stubenrein zu sein)...
so... und nach dem Pipimachen auf der Wiese hinterm Haus liegt Madam Aranda nun auf dem Sofa ;-)
Ziel erreicht ! ;-)
Wir rechnen morgen damit, die Ergebnisse der Blutuntersuchung zu bekommen und werden dann die weitere Behandlung absprechen.
Update 23.08.09 - die Beweisfotos sind eingetroffen. Aranda auf dem Sofa! Auch hat sie wieder Besuch von Swen, Bianca und Kevin bekommen.

Aranda hat seit ihrer Ankunft fast 2 kg zugenommen! Ihre Blutwerte lassen aber noch sehr zu Wünschen übrig. Hier die Kurve der Eiweiß-Elektrophorese.
Diese sieht ziemlich übel aus und deutet eigentlich auch darauf hin, daß da noch etwas anderes im Argen liegt und nicht nur eine aktive Leishmaniose. Der erste "Berg" links ist im Alphabereich. Dieser ist bereits höher als normal. Die folgenden ansteigenden "Zacken" im Betabereich (in der Mitte) zeigen uns, daß neben der Leishmaniose (deren Aktivität man im Gammabereich ganz recht sieht) noch irgendwas in Aranda brodelt.
Heute (Sonntag) wurde nochmals ein rotes Blutbild gemacht. Dies ist zwar noch lange nicht ok, aber alle Werte sind aufsteigend!
Und da es manchmal Tage gibt, an denen sich die Ereignisse überschlagen, hier die letzte Meldung für Heute: Aranda hat es ins Bett geschafft!!! Eben ein ganz normaler Galgo - naja, das Sofa scheint ja auch zu klein geworden zu sein *zwinker*
Update 27.08.09 - Aranda ist umgezogen! Sie scheint das Gröbste gemeistert zu haben und konnte darum aus den Händen ihrer Tierärztin eintlassen werden in ihre Pflegestelle. Ein herzliches Dankeschön an Frau Dr. Kexel und ihrem Mann, die sich wunderbar um Aranda gekümmert haben. So etwas sollte es öfter geben!!!
Ein ebenso herzliches Dankeschön an die Spender und Paten! es zeigt sich durch Aranda, daß wir nicht alleine da stehen, sondern wirklich auch JA sagen können, wenn Hunde wie Aranda bei unseren spanischen Partnern sind.
Aranda in ihrer Pflegefamilie in 58730 Fröndenberg:

Erster Bericht von Bianca und Swen:
Sie genießt ihr neu gewonnenes Leben ...
Erfreut sich an fast allen Dingen ist aufgeschlossen und lieb
Es fehlt ihr noch die Kraft -aber das kommt im laufe der Zeit
Aranda sagt DANKE das sie ihre Chance auf Leben bekommen hat :-)
Einen "Pflegefall" wie Aranda zu betreuen, erfodert viel Zeit und Liebe zum Tier. Danke Bianca und Swen, daß ihr dies auf Euch nehmt!
Aranda bekommt zur Zeit Allopurinol um die Leishmaniose in den Griff zu bekommen. Imodium Kapseln, Heilerde, Bactisil-Paste und Spezialfutter für Magen, Darm und Verdauung. Cefaseptin 600 Filmtabletten für die Haut zusätzlich täglich eine Lotion und jeden zweiten Tag ein medizinisches Bad. Weiter ist ein Spendenpaket unterwegs mit Hanföl, Repairsalbe und weiteren Pflegeutensilien. DANKE dem Spender!
Update 6. September 2009 - ihr Fell wächst nach, die offenen Wunden sind alle verschlossen und sie nimmt weiter zu! Mit 22,5 kg kommt sie ihrem Idealgewicht nun immer näher. Auch wird sie in den eigenen 4 Wänden immer selbstbewusster. Bei Regen ist Madam nicht vom Sofa zu bekommen, ihren Regenmantel kann sie gar nicht leiden!
In der kommenden Woche stehen noch einige Tests und Untersuchungen an. Hier wollen wir die Ergebnisse noch abwarten und nach Absprache mit der Tierärztin so langsam mit der Suche nach einem neuen Zuhause beginnen.

Update 13. September 2009 - sieht sie nicht schon fast wie ein ganz normaler Galgo aus??? Klasse!

Update 21. September 2009 - in der vergangenen Woche schickten uns Swen und Bianca Fotos von "Arandas neuen Kleidern". Eine Spezialanfertigung finanziert aus einer Spendensammlung der Hundeschule Breloer aus Willich. Schick schaut sie aus, nicht wahr?

Am Wochenende ging es zum Ausflug nach Coesfeld auf den Windhundauslauf der Galgo-Hilfe e.V. - ein Dankeschön an Barbara Boneko für die schönen Fotos.

Und wie es immer mit den besten Nachrichten ist: sie kommen am Schluß. Aranda hat eine Familie gefunden! Sie wird Anfang Oktober eine traurige Pflegefamilie zurück lassen, die dann zwar nur 7 Wochen mit ihr hatten, aber doch eine so intensive Zeit mit einer Galga, bei der wir nie gedacht hätten, daß sie sich in so kurzer Zeit zu einer wahren Schönheit entwickelt. Vergessen dürfen wir aber alle nicht, daß Aranda immer noch krank ist!!! auch wenn sie nicht krank aussieht und sich nicht krank benimmt. Ihre Blutwerte zeigen nur eine langsame Verbesserung der anfangs miserablen Werte. Es wird noch ein langer Weg und die Sorge über Rückschläge besteht weiterhin.
Es wird Zeit, sich bei den Spendern zu bedanken! Wir sind wieder einmal absolut beeindruckt, wie viele liebe Familien uns bei unseren Notfällen unterstützen. Auch Sammlungen in Foren haben dazu beigetragen, daß bei ASPA-Deutschland und ASPA-Spanien eintreffende Rechnungen nicht all zu dolle Bauchschmerzen bereiten.
Bedanken möchten wir uns bei:
* Michael H. der Aranda in seinem PKW aus Spanien nach Deutschland gebracht hat und ihr damit sicher ihr Leben geschenkt hat, denn im Transport hätten wir sie NICHT mitgenommen!
* der Galgo-Hilfe e.V. für die Spende von 300,00 Euro - ein Verein, der immer wieder einspringt, wenn ein Hund irgendwo und nicht nur in den eigenen Reihen in Not ist
* dem Forum "Die Windhund-Community" und seinen Usern für den Erlös aus dem Flohmarkt in Höhe von 375,00 Euro - ein Forum in dem immer wieder Sammlungen für Projekte oder Hunde in Not gestartet werden
* bei unserem Pablo und seiner Nicole Fernandez, die auf dem Hundefest der Hundeschule Breloer in Willich unsere Spendendose für Aranda gut plaziert hatten, so daß die bereits gesammelten 170 Euro am Abend auf 215,70 Euro angewachsen waren
* den Paten Kerstin O. und Ralf M. - die uns und der Pflegefamilie die Sicherheit gaben, auch bei einer monate- oder jahrelangen Pflegezeit Entlastung bei den anfallenden Kosten zu haben
* bei Frau Dr. Kexel aus Iserlohn, die Aranda in den ersten Tagen (und Nächten) nicht nur rund um die Uhr medizinisch betreut hat, sondern sie auch mit Familienanschluss als Gast aufgenommen hat.
* bei den vielen Einzelspendern, die sofort bereit waren, einem Hund wie Aranda zu helfen.
* und zu guter Letzt bei der Familie in der Aranda jetzt ihr Zuhause findet. Eine Familie, die sich bewusst für einen Hund wie Aranda entschieden hat.
Und da sind sie - die Fotos aus Arandas neuem Zuhause!!!

Kostenabrechnung Aranda - November 2009
Die Spender: | Die Kosten: | |
| Spendeneingang gesamt: 1.940,70 Euro | Kosten gesamt: 1.828,61 Euro |
Da der Spendeneingang höher ausgefallen ist, als die angefallenen Kosten für Aranda, werden wir das kleine Aranda-Polster von 54,68 Euro für ein Jahr aufheben. Sollte es einen massiven gesundheitlichen Rückschritt bei Aranda geben, können wir ihrer neuen Familie helfend unter die Arme greifen. Falls Aranda keine weitere Unterstützung benötigt, werden wir mit Euch (per Newsletter) absprechen, welcher Nase wir damit weiter helfen wollen.